Frau und Mann liegen im Gras
Wie oft man sich in einer Fernbeziehung treffen sollte, hängt von verschiedenen Dingen ab.

Egal, wie weit der Partner entfernt ist – in einer Fernbeziehung muss der Großteil des Alltags meist ohne den anderen verbracht werden und die Sehnsucht nacheinander scheint manchmal unerträglich. Dabei kann es ganz schön herausfordernd sein, eine gute Balance zwischen dem Alltag alleine und der Vorfreude auf das nächste Wiedersehen zu finden. Schnell kommt die Frage auf, wie andere Paare mit dieser herausfordernden Situation umgehen und wie die eigene Fernbeziehung am besten gestaltet werden sollte. 
Manchmal ist es nicht leicht, trotz des eigenen Alltags mit Stress und Verpflichtungen noch regelmäßig aktiv Zeit miteinander zu verbringen. Wie oft man sich in einer Fernbeziehung also am besten sehen sollte, erfahrt ihr in diesem Beitrag?

Jede Beziehung ist anders

Die Häufigkeit der Treffen hängt vom jeweiligen Paar ab. Entscheidend ist nicht nur die Entfernung, die zwischen den Partnern liegt, sondern auch die Beziehung selbst und die Eingebundenheit in den jeweils eigenen Alltag. Weitere Entfernungen lassen sich meist nicht jedes Wochenende überbrücken. Und auch die Lebensphase, in der die Partner sich befinden, ist häufig entscheidend. Je nach dem, in welchem Maße man in Job und manchmal auch Familie eingebunden ist, ist die gemeinsame Zeit unter Umständen unfreiwillig rar.
Natürlich spielen auch die Beziehung selbst und die Bindung zueinander eine entscheidende Rolle. Eine gefestigte Partnerschaft kann manchmal wenige, aber dafür längere Phasen der Trennung besser überstehen als eine frische Beziehung, für die das physische Zusammensein in der Anfangsphase besonders wichtig ist. Einige Dinge lassen sich trotzdem beachten, um die Frage nach der Häufigkeit und Länge der gemeinsamen Zeit nicht zum Stressfaktor werden zu lassen. 

Absprachen treffen und Rituale schaffen

Egal, wie oft man in einer Fernbeziehung beieinander sein kann – über die Zeit der Trennung können oft klare Absprachen hinweghelfen, wann man sich das nächste Mal sieht. Die Vorfreude auf das Wiedersehen lindert den Abschiedsschmerz etwas und beide Partner haben ein klares Ziel für das nächste Beisammensein vor Augen. Gerade in der Anfangsphase einer Fernbeziehung gibt es Sicherheit, wenn schon beim Abschied ein fester Termin für den nächsten Besuch des Partners ausgemacht ist und die Durststrecke lässt sich meist um einiges besser überstehen. 

Fast wichtiger als die Frage, wie oft man einander sieht, sind in einer Fernbeziehung also die Gewissheit eines baldigen Wiedersehens und auch die Regelmäßigkeit der gemeinsamen Zeit. So ist es sowohl schön und wichtig für die Beziehung als auch häufig einfach leichter zu organisieren, wenn gegenseitige Besuche regelmäßig stattfinden und sich so trotz getrennten Alltags Routinen einstellen. Wenn von vornherein feststeht, dass beispielsweise jedes zweite oder dritte Wochenende für die gemeinsame Zeit mit dem Freund oder der Freundin reserviert ist, erspart man sich in aller Regel komplizierte Terminabsprachen, die Gestaltung der eigenen freien Zeit auch ohne den Partner wird planbarer und der eine fühlt sich nicht vom anderen hingehalten oder vertröstet. 

Rituale sind aber nicht nur für die gemeinsame Zeit, die Regelmäßigkeit der gegenseitigen Besuche und damit für das Gefühl von Verlässlichkeit in der Fernbeziehung wichtig, sondern auch für die Phasen der Trennung. So können Rituale, in denen sich auch über die Entfernung Nähe herstellen lässt, in längeren Trennungsphasen helfen, dass die Verbindung zum Partner nicht abreißt. Trotz räumlicher Trennung nimmt man am Leben und Alltag des jeweils anderen teil und kann einander zwar nicht physisch, dafür aber emotional nah sein. Was dabei hilft, den Kontakt zueinander zu halten und die Traurigkeit darüber, dass man nicht beim anderen sein kann, ein wenig zu mildern, muss jedes Paar für sich entscheiden. Das können zum Beispiel ein abendlicher Gutenachtgruß oder ein Telefonat zu einer bestimmten Tageszeit sein; manche Paare schauen sich vielleicht auch gern parallel den gleichen Film oder eine gemeinsame Serie an. Wie die Zeit der Trennung gestaltet wird, ist in einer Fernbeziehung in jedem Fall mindestens genauso wichtig wie die Zeit, die aktiv gemeinsam verbracht werden kann. 

Druck schadet der Beziehung

Wie eingangs erwähnt, hängt es von vielen Faktoren ab, wie oft sich Paare in einer Fernbeziehung sehen können. Leben die Partner nicht allzu weit voneinander entfernt, kann in der Regel eine klassische Wochenendbeziehung geführt werden. Größere Entfernungen können vielleicht nur ein- oder zweimal im Monat überbrückt werden und bei Fernbeziehungen über Landes- oder gar Kontinentalgrenzen hinweg versteht es sich von selbst, dass die wechselseitigen Besuche seltener möglich sind. Auf gar keinen Fall solltet ihr euch damit unter Druck setzen, einander in bestimmten Abständen sehen zu müssen. Was euch und eurer Beziehung guttut, entscheidet ihr ganz allein und natürlich gemeinsam. Für die einen kann es völlig ausreichend sein, sich einmal im Monat zu treffen und die Zeit der Trennung wird beispielsweise aktiv für intensive Gespräche am Telefon genutzt. Für andere wiederum ist es vielleicht undenkbar, die Wochenenden ohne den Partner zu verbringen. Eine Fernbeziehung funktioniert nur dann, wenn ihr ehrlich zueinander seid, offen über eure Bedürfnisse, auch nach Nähe und Zweisamkeit, sprecht und gemeinsam auslotet, wie ihr Trennung und Beisammensein organisieren und gestalten wollt. Durch Ehrlichkeit, Offenheit und gegenseitiges Verstehen lässt sich Nähe auch über die Entfernung immer wieder herstellen.

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