Mann und Frau halten sich
Vertrauen ist die Basis jeder Beziehung. Doch gerade in Fernbeziehung ist fehlendes Vertrauen eines der häufigsten Beziehungsprobleme.

Fernbeziehungen bedeuten für zwei Liebende ein hohes Maß an Disziplin, Ausdauer, Geduld, absoluter Hingabe und sehr viel entgegenzubringendes Vertrauen. Doch gerade bei Letzterem haben viele Menschen Probleme, wenn sie ihren Partner nicht unmittelbar in ihrer Nähe haben. Wenn auch du in einer Fernbeziehung steckst und nicht weißt, wie du es schaffst, Vertrauen aufzubauen, dann kann dir der nachfolgende Ratgeber eine sehr gute Hilfe sein.

Der Weg zu einer gesunden und glücklichen Beziehung

Jede Beziehung basiert auf Vertrauen, denn dieses bildet neben der Liebe, das Fundament für eine gesunde und glückliche Partnerschaft. In einer Fernbeziehung ist es jedoch noch schwieriger, Vertrauen aufzubauen, entgegenzubringen und das vollkommen bedingungslos. Du kannst deinen Partner nicht täglich sehen und abhängig von der Entfernung, die euch trennt, beschränkt sich eure Zweisamkeit auf die Wochenenden oder sogar auf noch seltenere Momente. Das es da schnell mal zu Gefühlen wie Sehnsucht, Trauer, Schmerz und Vermissen kommt, ist nur menschlich. 

Genauso wie es selbstverständlich ist, dass es manchmal zu Zweifeln kommt. Zweifel an der Loyalität und an der Treue deines Partners. Doch wenn du erst einmal damit beginnst, etwaigen Misstrauen Raum zum Gedeihen zu geben, kann das eurer Beziehung auf kurz oder lang nicht nur schaden, sondern kann auch das Ende bedeuten. Es ist daher sehr wichtig, dass du an deinem Vertrauen arbeitest und lernst, dieses Stück für Stück weiter aufzubauen. 

Vertrauen aufbauen ist tägliche Arbeit

Mädchen steht am Fenster
Um Vertrauen aufzubauen, bedarf es zunächst eine gezielte Selbstreflektion.

Es gibt Menschen, die haben ein unerschütterliches Grundvertrauen, scheinbar in die Wiege gelegt bekommen. Wiederum gibt es aber auch genauso Menschen, die scheinen seit ihrer Geburt besonders misstrauisch zu sein. Das gerade Letztere bei einer Fernbeziehung sehr mit mangelndem Vertrauen, vielen Zweifeln und häufiger Eifersucht zu kämpfen haben, ist auf der Hand liegend. Solltest du massive Schwierigkeiten dabei haben, deinem Partner zu vertrauen, dann ist das nicht nur Gift für eure Beziehung, sondern kann auch dich irgendwann in den Wahnsinn treiben. 

Beim Aufbau von Vertrauen handelt es sich nicht um das einmalige Lesen eines Ratgebers, es geht hierbei um wesentlich mehr, nämlich tägliches arbeiten an dir selbst. Beginnen solltest du mit einer Selbstreflexion. Werde dir bewusst darüber, warum du deinem Partner misstraust, bzw. dir das nötige Vertrauen fehlt. Hattest du bereits vor dieser Beziehung Probleme damit zu vertrauen oder ist das auch für dich das erste Mal? Der aufrichtige Blick in den Spiegel ist jetzt sehr wichtig, denn nur wenn du offen und ehrlich zu dir selbst bist und dich kritisch hinterfragst, kannst du den Weg zum Aufbau von Vertrauen wirklich erfolgreich beschreiten. 

Kommunikation in einer Fernbeziehung und warum sie beim Aufbau von Vertrauen hilft

Kommunizieren, miteinander reden und zuhören scheinen die einfachsten Dinge in einer Beziehung zu sein. Doch so einfach ist richtiges kommunizieren, miteinander reden und zuhören gar nicht. Es ist ein gravierender Unterschied, ob dein Partner und du euch unterhaltet oder richtig kommuniziert. Einfaches Geplänkel über unwichtige Alltäglichkeiten von „Gott und der Welt“ werden dir kaum beim Aufbau von Vertrauen helfen. 

Für euch ist der verbale Austausch besonders wichtig, denn aufgrund der Tatsache, dass ihr euch nicht täglich sehen könnt, fehlt es an Körpersprache. Letztere vermittelt dem Menschen gegenüber aber sehr viel. Durch eure Fernbeziehung müsst ihr dieses Defizit ausgleichen und noch intensivere tiefere Gespräche führen. Und du musst lernen, genau zu zuhören, zu verstehen, zu interpretieren und zwischen den Zeilen zu lauschen. 

Mit ein bisschen Sensibilität kannst du durch ein einziges tiefer gehendes Gespräch herausfinden, wie es deinem Partner wirklich gerade geht, ob er die Wahrheit sagt und ob er dich noch liebt und vermisst. Versuche zudem so oft es eben geht, auf Videochats oder Videotelefonate zurückzugreifen. Manchmal reicht ein liebevoller Blick in die Augen deines Partners, um sämtliches Misstrauen von dir abzuschütteln. Natürlich kann dir auch genau das Gegenteil passieren und dein Misstrauen wird weiter angefacht. 

Nichts herauf beschwören, was gar nicht da ist

Um Vertrauen aufzubauen, benötigst du vor allem Selbstdisziplin und die Fähigkeit, Dinge erst einmal mit dir selber auszumachen. Es wird wenig nutzen bzw. es würde alles nur noch schlimmer machen, wenn du jeden Funken Zweifel unmittelbar an deinen Partner weitergibst. Solange du nicht zu 100 Prozent sicher bist, dass dein Partner dich belogen oder betrogen hat, gibt es keinen Grund, dein fehlendes Vertrauen bei jeder sich bietenden Gelegenheit gewähren zu lassen. Übe dich daher in Selbstdisziplin und arbeite an der Fähigkeit, aufkommende Zweifel erst einmal mit dir selber zu klären, bevor du jedes Mal sofort auf deinen Partner einwirkst. 

Regelmäßiger Kontakt mit Maß und Ziel

Damit du Vertrauen zu deinem Partner aufbauen kannst, bedarf es einem regelmäßigen und intensiven Kontakt zwischen euch beiden. Auch wenn ihr eine Fernbeziehung führt, müsst ihr am Leben des anderen trotzdem genauso teilhaben, wie es in einer klassischen Partnerschaft der Fall ist. Sei stets interessiert und melde dich regelmäßig, allerdings alles mit Maß und Ziel. 

Fehlendes Vertrauen verleitet nämlich schnell zu Hals über Kopf Aktionen oder zu einem Stalking ähnlichem Verhalten. Unzählige Nachrichten und Anrufe täglich werden dir auch kein größeres Vertrauen verschaffen. Du wirst damit wahrscheinlich nur erreichen, dass dein Partner sich immer weiter zurückzieht und genervt ist. Es kann mitunter zu einem Balanceakt werden, aber unterm Strich muss es eine Regelmäßigkeit geben, die es auch deinem Partner erlaubt, den Kontakt zu dir aufzunehmen. 

Fehler eingestehen und das Selbstbewusstsein stärken

Kein Mensch ist perfekt und Fehler gehören einfach dazu. Emotionen wie Eifersucht, Panik, Zweifel und Misstrauen sind menschlich und zeigen in einem gesunden Maß, wie sehr ein Mensch einen anderen lieben kann. Fehler zu machen ist keine Schande, es ist nur eine Schande nicht zu diesen zu stehen. Denke immer daran, dass dein Partner genauso Fehler macht wie du und das es eure Beziehung auszeichnet, wenn ihr euch diese auch einander eingestehen könnt. 

Doch all der Tipps und Ratschläge zum Trotz, du kannst nur dann erfolgreich Vertrauen aufbauen, wenn du dein Selbstbewusstsein stärkst. Du lebst in einer Fernbeziehung, weil du deinen Partner liebst aber auch, weil du stark genug dafür bist. Du hast die Stärke und den Charakter selbst größte Distanzen mit deiner Liebe und deinem Vertrauen zu überbrücken.

Du bist eine gestandene Persönlichkeit und hast dich auf das Abenteuer „Fernbeziehung“ eingelassen, weil Aufgeben für dich keine Option ist und dein Optimismus ein lebhaftes Beispiel für alle Zweifler auf dieser Welt ist. Du vertraust dir selbst zu 100 Prozent, weshalb du deinem Partner genau das gleiche Vertrauen entgegenbringen kannst, denn Zweifel und Misstrauen haben in deinem Leben keinen Platz mehr!

Wie kommuniziere ich in einer Fernbeziehung richtig?

Neben den täglichen Gesprächen über euren Alltag solltet ihr immer wieder tiefere Gespräche führen. Dabei müsst ihr lernen genau zuzuhören, zu verstehen und zu interpretieren.

Was sind die Folgen von fehlendem Vertrauen?

Fehlendes Vertrauen in einer Fernbeziehung verleitet gerne zu Hals über Kopf Aktionen oder zu einem Stalking ähnlichem Verhalten.

Was kann ich tun um Vertrauen aufzubauen?

Neben der richtigen Kommunikation, hilft es sich selbst und sein eigenes Verhalten zu reflektieren sowie sein Selbstbewusstsein zu stärken.

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